Magnesiummangel
Von der Universität Greifswald wird in den Landkreisen Ostvorpommern und Nordvorpommern die groß angelegte Longitudinalstudie Ship (= Study of Health in Pomerania) durchgeführt.
Bei der Anfangsuntersuchung Ship 0 wurden 4310 Personen untersucht, bei der Folgeuntersuchung Ship 1 nach 5 Jahren davon wieder 3300 Personen. Auf der Jahrestagung der Dt. Ges. für Parodontologie im September 2008 vorgestellte erste Ergebnisse dieser Nachuntersuchung zeigen: Magnesiummangel begünstigt die Entstehung einer Parodontitis.
Die Erklärung für diesen Zusammenhang dürfte in einer Veränderung der Immunabwehr und nachfolgender Steigerung von Entzündungsreaktion und Knochenverlust liegen.
Magnesium findet sich in der Nahrung vor allem in Nüssen, Kakao, Vollkorngetreide, Gemüse und Sonnenblumenkernen. Die Idee, den Bedarf über den Verzehr von reichlich Nussschokolade zu decken, macht allerdings mehrere Tafeln täglich nötig und hat damit andere gesundheitliche Nachteile zur Folge. Der durchschnittliche tägliche Bedarf beträgt 300 mg Magnesium.
Longitudinalstudie = Eine statistische Studie, die Daten über einen bestimmten Zeitraum hinweg zusammenträgt.