Knirschen
Hat sich Ihr Partner schon mal darüber beklagt, dass Sie nachts mit den Zähnen knirschen? Oder haben Sie selbst festgestellt, dass Sie stark die Zunge gegen die Zahnreihen pressen?
Meistens nachts - also unbewusst - werden die Zähne mit aller Kraft aufeinander gepresst oder sogar abgerieben. Dabei knackt und knirscht es, z.T. so stark, dass Zahnwände, Füllungen oder Keramiken abbrechen können. Das nächtliche Pressen entspricht einem stundenlangen Hanteltraining! Es ist verständlich, dass dadurch die Muskulatur überfordert wird. Die Ursache hierfür liegt in der Abarbeitung von Stress. Fast jeder Erwachsene knirscht oder presst nachts mit den Zähnen, aber auch bei vielen Kindern kann es bereits beobachtet werden.
Pressen und Knirschen kann weitreichende Folgen für das Kausystem haben: Schädigung der Zahnsubstanz, Bisshöhenverlust durch Abrieb der Zähne, Verspannung der Kau- Hals- und Nackenmuskulatur, des Schultergürtels. Nachfolgend Kopfschmerzen oder Migräne, Schädigung des Kiefergelenk-Apparates mit erheblichen Beschwerden und Beeinträchtigung der Kaufunktion.
Bissführungs- und Entsprannungsschiene (BFE-Schiene)
Ist es zu Schäden an Gebiss, Muskulatur oder Gelenken gekommen, sind die Korrekturen meist sehr umfangreich und zeit- und kostenaufwendig. Es ist daher ratsam, frühzeitig der Schädigung vorzubeugen. Dies geschieht mit einer BFE-Schiene. Ihre Anfertigung ist einfach, schnell und schmerzfrei. Sie wird nach Abformung individuell gefertigt und angepasst. Die BFE-Schiene verhindert, dass die gewohnten Pressflächen aufgefunden werden können und führt zumindest anfänglich dazu, dass die vom Zahnarzt so genannten „Parafunktionen“ unterbleiben und die Kaumuskulatur sich entspannen kann. Schädigung durch Abrasion (Abrieb) wird so vermieden.