Parodontalbehandlung (zurück zur Übersichtsseite)

 


Adjuvante Therapie bei Parodontitis

Adjuvante Therapie bezeichnet ergänzende oder unterstützende Behandlungsmaßnahmen.

Parodontitis und Allgemeinerkrankungen stehen in enger Beziehung durch entzündliche Belastung. Eine Verminderung der Entzündung kann durch bestimmt Botenstoffe (Mediatoren, z.B. Resolvine, Protectine) erfolgen. Nachweislich führt niedrig (!) dosierte Acetylsalicylsäure (ASS) zur Produktion von Resolvinen. Auch die u.a. aus der Werbung bekannten Omega-3-Fettsäuren (ω-3-FS) sind an der Bildung von Resolvinen beteilig.
Eine Studie aus 2010 (El Shakawy) belegt, dass Narungsergänzung mit ω-3-FS und niedrig dosiertem ASS eine langfristige und kostengünstige Maßnahme zur Unterstützung der Parodontaltherapie darstellt.
ω-3-FS sind essentielle Fettsäuren, können also vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Sie finden sich in Kaltwasserfischen und Pflanzenölen, kurz gesagt in ´mediterraner Vollwertkost´.
Salicilate kommen natürlich in der Weidenrinde vor. Weidenrinde (Salicis cortex) von verschiedenen Weidenarten (Salix....) hat 1,5 bis 11% als Salicylate bezeichnete Salicylalkoholderivate, die von jeher (erstmals beschrieben 700 v.Chr.) als Fieber- und Rheumamittel eingesetzt wurden. Neben ´Auszügen´ gibt es auch Tee-Zubereitungen.
Diese Ernährung ersetzt jedoch nicht die zahnärztliche Parodontalbehandlung und Parodontal-Nachsorge, sie kann diese jedoch ergänzen.

Weidenrindentee: 1 gehäufter Teelöffel fein geschnittene Weidenrinde in 0,25 I kaltem Wasser ansetzen, langsam zum Sieden erhitzen, vom Herd nehmen und ca. 5 Minuten ziehen lassen, absieben. Dosierung: 1 bis 2 Tassen pro Tag.