Röntgen

Röntgen ist das wichtigste Diagnose-Gerät in der zahnärztlichen Praxis. Daher ist der Zahnarzt der einzige Facharzt, der weiterhin selbst röntgen darf. Anders wäre verantwortungsbewusstes Behandeln auch gar nicht möglich. Die Zahl der zahnärztlichen Röntgenaufnahmen ist groß, die Röntgendosis, der unsere Patienten ausgesetzt sind, ist jedoch recht gering.

  1. Dies liegt unter Anderem
    • an der guten Abschirmung der Patienten durch Blei-Schürzen,
    • bei den Einzelfilm-Röntgengeräten an der geringen Fläche des Strahlenfeldes durch Langtuben und
    • an der Verwendung hoch empfindlicher Zahnfilme,
    • bei den Orthopantomografen (Übersicht-Schicht-Röntgengeräten) an der Verwendung von Verstärkerfolien
    • und der Verwendung von schmalen Schlitzblenden.

In der "Unterrichtung durch die Bundesregierung über Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2003" findet sich folgendes Schaubild bezüglich Anteil zahnärztlicher Röntgenaufnahmen in Bezug auf Anzahl und Dosis im Jahr 2001:

Dr. Bernd SteinseiferAnteil zahnärztlicher Röntgenaufnahmen in Bezug auf Anzahl und Dosis im Jahr 2001

Das Diagramm zeigt, dass trotz eines zahlenmäßig hohen Anteils zahnärztlicher Röntgenaufnahmen von 34% der Dosis-Anteil nur 0,2% beträgt.

Überwiegend werden in der Zahnarztpraxis Orthopantomogramme (Übersicht-Schicht-Aufnahmen, linkes Bild) und Zahnfilm-Aufnahmen (rechtes Bild) angefertigt. Die nachfolgenden Abbildungen sind nicht maßstäblich.

Dr. Bernd SteinseiferZahnfilm-Aufnahmen
 

Dr. Bernd SteinseiferOrthopantomogramm (Übersicht-Schicht-Aufnahme)

Digitales Röntgen

Digitales Röntgen ist seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Hier werden die durch Röntgen-Strahlung erzeugten Bilder nicht mehr auf Röntgenfilmen gespeichert, sondern digital auf Datenspeichern (Festplatten).

  1. Wir kennen zwei digitale Verfahren für Zahnfilme unt Orthopantomogramme:
    • digitale Speicherfolien, sie müssen in speziellem Scanner ausgelesen werden.
    • digitale Sensoren, sie wandeln das Bild direkt in Daten um.

und als zusätzliches, generell neues Verfahren das DVT (= Digitales Volumen-Tomogramm)

DVT

Der digitale Volumentomograf erstellt einen Datensatz, der sodann durch eine umfangreiche Software bearbeitet wird. Diese Software bietet eine 3D-Darstellung des Kopfes und Ansichten aus verschiedenen Richtungen mit der Möglichkeit des Drehens, Schwenkens und Zoomens sowie der Darstellung von Schichten gerade und im individuell eingestellten Bogen z.B. durch den Unterkiefer. Es gibt Darstellungen in Grau-Werten ebenso wie in Farbe. Ferner sind z.B. Ansichten der Haut, des Schädels, der Luftwege .... und Überlagerungen verschiedener Ansichten möglich. Darüber hinausgibt es diverse Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Auch die digitale Positionierung von Implantaten ist möglich.