Zahnersatz und Kronen (zurück zur Übersichtsseite)
Klebebrücken
- Drei Begriffe für eine Lösung:
- Klebebrücke
- Adhäsivbrücke
- Marylandbrücke
Fronzahn-Klebebrücken
Die Klebebrücke ist erst in den letzten ca. 20 Jahren entwickelt worden. Ihr Einsatzgebiet ist beschränkt auf die festsitzende Versorgung kleiner Lücken mit gesunden (= karies- und weitgehend füllungsfreien) Pfeilerzähnen. Unter Berücksichtigung dieser Voraussetzungen stellt die Klebebrücke eine hervorragende Lösung dar, die hohen Tragekomfort mit Schonung der Pfeilerzähne verbindet. Es ist nur eine geringe Präparation (= Beschleifen) der Pfeilerzähne erforderlich, es wird also kaum gesunde Zahnsubstanz abgeschliffen.
Das Brückenglied wird mit flügelartigen Halteelementen an den der Lücke benachbarten Zähnen angeklebt (adhäsive Befestigung). Im Frontzahnbereich hat die konventionelle Klebebrücke allerdings den Nachteil, dass die Pfeilerzähne durch das Hinterkleben mit den „Befestigungsflügeln“ (eine Art „Teilkrone“) etwas dunkler erscheinen, da die Lichtdurchlässigkeit unterbrochen wird.
einflügelige Zirkonoxid-Klebebrücke
auf dem rechten Eckzahn
Die Besonderheiten der Klebebrücke liegen in der speziellen, schonenden Präparation und der adhäsiven Befestigungstechnik, aber auch in eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten. Sie ist in der Regel finanziell günstiger als andere Brücken, da die Pfeilerzähne nicht verblendet werden und dank der schonenden Präparation keine provisorische Versorgung bis zum Eingliedern der Brücke erforderlich ist.
Seitenzahn-Klebebrücke
Die neue, noch in der Versuchsphase befindliche, vollkeramische Klebebrücke zeigt nicht den Nachteil der Verdunkelung der Pfeilerzähne. Hier hat sich bisher die Klebebrücke mit einem Pfeiler bewährt. Der Beobachtungszeitraum beträgt aber nur wenige Jahre.